Aneta
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Immobilien-Expertin
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Immobilienmarkt Schweiz 2026 – Preise, Trends & Prognosen

Lesezeit: 4 Minuten

Marktbericht

Immobilienmarkt Schweiz 2026: Steigende Preise, tiefe Zinsen — und was das für Sie bedeutet

April 2026 · 4 min Lesezeit

Schweizer Immobilienmarkt 2026 – Wohnhäuser in ländlicher Umgebung
Der Schweizer Immobilienmarkt bleibt 2026 geprägt von hoher Nachfrage und begrenztem Angebot.

Der Immobilienmarkt Schweiz 2026 setzt seinen Aufwärtstrend fort — allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden. Tiefe Hypothekarzinsen, knappes Angebot und eine wachsende Bevölkerung treiben die Preise weiter nach oben. Wer jetzt kaufen oder verkaufen möchte, sollte die aktuellen Entwicklungen kennen. Wir ordnen für Sie ein, was die neusten Zahlen bedeuten.

Preisentwicklung: Moderate Anstiege auf hohem Niveau

Die Eigenheimpreise in der Schweiz sind auch im ersten Quartal 2026 weiter gestiegen. Einfamilienhäuser verteuerten sich um rund 1,4 Prozent, Eigentumswohnungen sogar um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Besonders gefragt sind Objekte in der Westschweiz und im Raum Bern.

Die UBS prognostiziert für das Gesamtjahr 2026 einen Preisanstieg von rund 3 Prozent bei Wohneigentum. Eigentumswohnungen dürften dabei mit geschätzt 3,5 Prozent etwas stärker zulegen als Einfamilienhäuser mit rund 2,5 Prozent. Wüest Partner erwartet bei Eigentumswohnungen ein Plus von 2,8 Prozent und bei Einfamilienhäusern von 3,1 Prozent.

Auf einen Blick: Preisprognose 2026

Eigentumswohnungen: +2,8 bis 3,5 % · Einfamilienhäuser: +2,5 bis 3,1 % · Keine Blasengefahr (UBS Bubble Index bei 0,29) · Leitzins stabil bei 0 %

Warum steigen die Preise weiter?

Drei Faktoren treiben den Markt: tiefe Zinsen, knappes Angebot und anhaltende Zuwanderung. Die SNB hält den Leitzins bei 0 Prozent, und ein Zinsschritt nach oben gilt kurzfristig als unwahrscheinlich. Die Inflation liegt bei rund 0,4 Prozent — deutlich unter dem Zielband.

Gleichzeitig kann die Bautätigkeit mit der Nachfrage schlicht nicht Schritt halten. 2024 wurden schweizweit nur noch rund 2’900 neue Einfamilienhäuser erstellt. Strenge Bauvorschriften, Verdichtungsvorgaben und langwierige Bewilligungsverfahren begrenzen das Angebot zusätzlich. Viele Eigentümer spüren zudem keinen Verkaufsdruck, was den Nachfrageüberhang weiter verschärft.

  • Tiefe Zinsen: Hypotheken bleiben günstig — 10-jährige Festhypotheken unter 1,8 %
  • Knappes Angebot: Nur 2’900 neue EFH pro Jahr bei wachsender Bevölkerung (9,1 Mio.)
  • Zuwanderung: ~80’000 Personen Bevölkerungswachstum 2025
  • Sicherer Hafen: Schweizer Immobilien bleiben für Investoren attraktiv

Regionale Unterschiede: Nicht überall steigen die Preise gleich

Der Schweizer Immobilienmarkt ist kein homogener Markt. Während urbane Zentren und wirtschaftsstarke Agglomerationen weiterhin von hoher Nachfrage profitieren, zeigen sich in peripheren Lagen zunehmend differenzierte Entwicklungen. Entscheidend sind Erreichbarkeit, Arbeitsplatznähe und Infrastruktur.

Besonders dynamisch entwickeln sich die Westschweiz und der Raum Bern. Einfamilienhäuser in intermediären Gemeinden — also Gemeinden zwischen Stadt und Land — verzeichneten 2025 die höchsten Preiszuwächse mit einem Plus von 3,7 Prozent. In städtischen Gemeinden grosser Agglomerationen gingen die Preise dagegen leicht zurück.

Konkret bedeutet das für Käufer: Wer in der Region Bern, Freiburg oder im Mittelland sucht, findet oft ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als in den Ballungszentren — bei gleichzeitig guter Anbindung.

Blasengefahr? Vorerst Entwarnung

Die gute Nachricht: Eine Immobilienblase ist derzeit nicht in Sicht. Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index lag im 3. Quartal 2025 bei 0,29 Punkten — weit entfernt von den kritischen Werten der frühen 1990er-Jahre (bis 2,60 Punkte), als die Blase tatsächlich platzte. Auch der Wert von 1,53 aus dem Jahr 2022 wurde deutlich unterschritten.

Risiken bestehen dennoch. Steigende Baukosten und die Tatsache, dass Eigenheimpreise stärker wachsen als die Löhne, machen den Einstieg für Erstkäufer zunehmend schwieriger. Zudem könnten neue Steuern auf Immobilienbesitz — wie sie in anderen Ländern bereits existieren — den Markt langfristig bremsen.

Was bedeutet das für Verkäufer und Käufer?

Für Verkäufer

Die Marktbedingungen bleiben günstig. Knappes Angebot und hohe Nachfrage schaffen ein vorteilhaftes Umfeld für den Verkauf. Entscheidend ist allerdings eine realistische Preiseinschätzung und professionelle Vermarktung. Im gehobenen Segment zeichnet sich langsam eine Sättigungsgrenze ab — hier ist besondere Sorgfalt bei der Preisfindung gefragt.

Für Käufer

Die Finanzierungsbedingungen sind historisch attraktiv. Wer die nötige Eigenkapitalbasis und das Einkommen mitbringt, findet aktuell gute Voraussetzungen. Ein Zuwarten mit dem Kauf hat sich in den letzten 20 Jahren kaum je gelohnt — die Preise sind in dieser Zeit um mehr als das Doppelte gestiegen. Flexibilität bei der Lage und Bereitschaft zu kleineren Objekten erweitern den Spielraum erheblich.

Unser Tipp

Lassen Sie Ihre Liegenschaft professionell bewerten, bevor Sie eine Kauf- oder Verkaufsentscheidung treffen. Eine fundierte Marktpreisanalyse gibt Ihnen Sicherheit und stärkt Ihre Verhandlungsposition.

Ausblick: Was bringt der Rest von 2026?

Die Grundtendenz bleibt klar: moderate Preissteigerungen in einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld. Die Konjunktur wächst voraussichtlich um rund 1 Prozent, die Arbeitslosenquote steigt leicht auf 3,2 Prozent, und die Zinsen bleiben tief. Ein plötzlicher Umschwung ist nicht absehbar.

Allerdings nimmt die regionale Differenzierung weiter zu. Während zentrale Lagen stabil bleiben, kann es in peripheren Gebieten zu stagnierenden oder leicht rükläufigen Preisen kommen. Für Investoren und Eigennutzer gilt gleichermassen: Lage, Objektqualität und eine sorgfältige Analyse des lokalen Marktes sind entscheidender denn je.

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Quellen

UBS Swiss Real Estate Bubble Index, Q3 2025 · UBS Immobilienmarkt-Prognose 2026 · Wüest Partner Marktbericht 2026 · Bundesamt für Statistik (BFS), Wohnimmobilienpreisindex · FPRE Immobilienmarkt-Ausblick 2026 · Raiffeisen Schweiz, Q1 2026 · HEV Schweiz, Marktbericht Januar 2026

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