Eine Besichtigung dauert oft nur eine halbe Stunde – und entscheidet über eine der grössten Investitionen Ihres Lebens. Mit einer klaren Checkliste sehen Sie im Sommer mehr als nur den schönen Garten.
Vor der Tür beginnt die Prüfung
Achten Sie auf Fassade, Dach, Fenster und Umgebung. Risse, feuchte Stellen oder ein ungepflegtes Umfeld geben erste Hinweise. Der Sommer kaschiert manches – schauen Sie deshalb bewusst auf Substanz statt nur auf Stimmung.
Drinnen genau hinsehen
- Feuchtigkeit & Schimmel: Ecken, Keller, Bad und Fensterlaibungen prüfen.
- Technik: Alter von Heizung, Boiler, Elektro und Leitungen erfragen.
- Fenster & Dämmung: Zustand, Verglasung, Zugluft.
- Lärm & Licht: zu verschiedenen Tageszeiten beurteilen.
- Unterlagen: Grundbuch, GEAK, Pläne, Nebenkosten, Sanierungsprotokolle.
Fragen, die sich lohnen
Warum wird verkauft? Welche Sanierungen stehen an? Wie hoch sind die laufenden Kosten? Ehrliche Antworten – und der Blick in die Unterlagen – sagen mehr als der erste Eindruck.
Häufige Fragen
Wie viele Besichtigungen sind sinnvoll?
Bei ernsthaftem Interesse mindestens zwei, idealerweise zu unterschiedlichen Tageszeiten und Wetterlagen.
Soll ich eine Fachperson mitnehmen?
Bei älteren Objekten kann sich der Beizug einer Baufachperson lohnen, um die Substanz fundiert einzuschätzen. Entscheidend ist jedoch ohnehin der Kaufvertrag: Darin wird explizit festgehalten, dass die Käuferschaft bei versteckten Mängeln Ansprüche geltend machen kann. Versteckte Mängel kommen erfahrungsgemäss früher oder später ans Licht – und genau dafür ist diese Regelung da. Sie sind also rechtlich geschützt, auch wenn Sie keine Baufachperson beiziehen. Eine fachliche Zweitmeinung kann Sicherheit geben, ist aber kein Muss, um auf der sicheren Seite zu sein. Die rechtliche Tragweite im Einzelfall klärt am besten der beurkundende Notar.
Worauf im Sommer besonders achten?
Der Sommer zeigt Garten, Licht und Aussenbereiche von ihrer besten Seite – genau das kann den Blick für die Substanz trüben. Achten Sie bewusst auf Themen, die sich bei warmem, trockenem Wetter leicht verbergen: Feuchtigkeitsspuren und Wasserränder im Keller, den Geruch in wenig belüfteten Räumen, den Zustand von Dach, Fassade und Fenstern sowie die Funktion der Heizung, die jetzt selten in Betrieb ist. Prüfen Sie auch die Beschattung und das Raumklima an einem heissen Tag: Wie stark heizen sich die Räume unter dem Dach auf, gibt es Storen oder Markisen, wie ist die Ausrichtung? Fragen Sie nach, wie sich das Objekt im Winter verhält – Heizkosten, Feuchtigkeit und Kältebrücken zeigen sich im Sommer kaum. Eine zweite Besichtigung bei anderem Wetter oder am Abend schafft hier zusätzliche Klarheit.
Mit Ihrem Suchprofil melden wir Ihnen passende Objekte – bevor andere sie sehen.
Suchprofil erstellenAneta Dukova · Marlin Immobilien AG
Ihre Immobilien-Expertin – schweizweit für Sie da
Quellen
MARLIN Immobilien AG marlin-immo.ch
Hauseigentümerverband Schweiz (HEV), Ratgeber Kauf hev-schweiz.ch
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Stand: Juli 2026.
